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10 Tipps: Wie fange ich an zu bloggen?

Beispielbild Anfangen zu Bloggen, Eva Dragosits, Texterin, Unternehmen querdenk

Du willst anfangen zu bloggen? Dann gehen dir wahrscheinlich viele Fragen im Kopf herum. Etwa so: Woher bekomme ich ein Blogdesign? Eine Internet-Adresse? Einen Namen? Wie oft muss ich denn bloggen? Brauche ich ein Impressum? Wie mache ich das mit dem Datenschutz? Wie lang muss so ein Beitrag sein? Was brauche ich denn noch alles?!? Und wie fange ich tatsächlich an mit dem Bloggen? Aaaah, Hilfe!

In diesem Beitrag erkläre ich dir, was du unbedingt brauchst, um einen Blog zu starten – in verständlichem Deutsch, das auch nicht-TechnikerInnen verstehen. Das hier ist also kein Komplett-Guide zum Bloggen, der alle möglichen Regeln und Ausnahmen bis ins Detail behandelt. Und das Bloggen so kompliziert schildert, dass du beim Lesen den Mut verlierst.

Hier bekommst du eine Übersicht über die wesentlichen Punkte, über die du dir Gedanken machen solltest und die du erledigen musst. Achtung, der Beitrag ist sehr lange – hol dir einen Kaffee und mach es dir gemütlich!

Mein persönlicher Zugang zum Bloggen: Fang einfach an!

Ich erkläre dir mal, wie ich bei ichmussbacken.com mit dem Bloggen begonnen habe: vollkommen dilettantisch nämlich. Geklappt hat es trotzdem – weil ich drangeblieben bin und dazu gelernt habe. Ich vertrete ganz stark die Meinung, dass du nicht von Anfang an mit einem perfekten Blog online gehen musst. Gib dir die Zeit, um dich entwickeln zu können!

Bei mir war die Gesundheit der Auslöser fürs Bloggen: 2007 wurde meine starke Laktoseintoleranz endlich ärztlich erkannt, dazu kam eine deutliche Fruktoseintoleranz. Ich habe damals im Internet nach Tipps und Infos dazu gesucht, was ich trotz dieser Intoleranzen kochen könnte. Dabei bin ich auf verschiedene Blogs gestoßen. Die haben mich fasziniert. Ich war immer länger im Internet, habe stundenlang Kochrezepte und Blogbeiträge gelesen. Ich fand die Blogs so spannend und toll, so etwas wollte ich auch haben!

Es hat allerdings Monate gedauert, bis ich bis ich mich getraut habe. Computer, Technik, digitale Medien, das ist nicht meins. Außerdem hatte ich Angst vor dem Schritt in die Öffentlichkeit – da würde mich ja jeder im Internet finden! Das wäre doch peinlich!

Dazu kamen die Selbstzweifel: Was würde die Familie sagen? Die würde so einen Blog doch super-doof finden? Und was wäre, wenn niemand meinen Blog finden würde?!? Wenn man mich auslachen würde? Wenn ich fiese Kommentare bekommen würde? Und überhaupt – die anderen Blogs sahen alle so toll und so professionell aus. Das würde ich doch nie so hinbekommen?

Blog ichmussbacken.com, Startseite, 2014
So sah die Startseite von ichmussbacken.com im August 2014 aus. Kein Profidesign, aber gut genug für den Anfang!

Dann stieß ich in einem Blog auf einen Satz, der sinngemäß etwa so war: „Fang doch einfach an mit dem Bloggen. Jeder Monat, den du mit Nachdenken und Grübeln und Planen verbringst, ist ein Monat Blog-Erfahrung weniger.“

Dieser Satz gab den Ausschlag. Ich habe einfach angefangen. Irgendwie habe ich es geschafft, mir bei WordPress ein Thema auszusuchen, meine ersten drei Beiträge und ein paar Bilder einzupflegen, und auf „Veröffentlichen“ zu drücken. Und seitdem lerne ich permanent dazu. Der Satz oben trifft es: Das Machen bringt definitiv mehr, als nur übers Bloggen zu lesen!

Hier sind also meine Tipps dazu, was du brauchst, um mit dem Bloggen anzufangen.

Tipp 1: Werde dir über dein Mindset klar.

Wenn du dich entscheidest, zu bloggen, solltest du über diese zwei Fragen nachdenken:

  • Warum willst du bloggen?
  • Was willst du damit erreichen?

Im Internet beobachte ich (mindestens) drei Arten von BloggerInnnen:

  • Das eine sind die BloggerInnen, die über Herzensthemen schreiben. Sie führen so eine Art öffentliches Tagebuch, schreiben zum Beispiel über ihre Erlebnisse mit den Kindern, über ihre Diät, ihre Reisen, halten ihre Rezepte oder Handarbeiten fest.
    Das sind Hobby-Blogs, die den SchreiberInnen einfach Spaß machen. Sie freuen sich, wenn sie hie und da spannende Kooperationen mit Unternehmen haben und mit dem Blog ein bisschen Geld verdienen, aber das Geldverdienen ist nicht der Hauptgrund zum Bloggen.
  • Die zweite Gruppe sind BloggerInnen, die mit ihrem Blog Geld verdienen wollen. Wenn du das vor hast, dann sage ich dir gleich: Du musst dir klar darüber sein, dass du zuerst einiges an Zeit und Arbeit investieren muss, um zu wachsen und eine Community aufzubauen. Also LeserInnen, die dir folgen und deinen Blog mögen. Dafür braucht es viel Motivation und Durchhaltevermögen, aber es ist machbar. Es gibt viele BloggerInnen, die einen Teil ihres Einkommens oder das gesamte Einkommen aus dem Blog bekommen.
  • Die dritte Gruppe sind UnternehmerInnen, die auf ihrer Website einen Blog haben. Die Idee ist, dass sie regelmäßig spannende Blogbeiträge schreiben, die gerne gelesen werden. Dadurch werden die LeserInnen automatisch auf die Website aufmerksam, und natürlich auf das Angebot der UnternehmerInnen. Ich finde diese Methode super: Es dauert zwar, bis Blogs wirken. Aber dann liefern sie nachhaltig und verlässlich LeserInnen!

Also: Werde dir klar darüber, warum du bloggst und was du mit deinem Blog erreichen willst!

Tipp 2: Such dir ein Thema, für das du brennst.

Ich habe bei Tipp 1 schon gesagt, dass es dauert, bis ein Blog seine LeserInnen gefunden hat. Deshalb brauchst du ein Thema, über das du jahrelang bloggen kannst. Eines, das dir immer taugen wird. Eines, bei dem dir nie die Ideen ausgehen werden!

Dein Thema muss zu Beginn noch nicht endgültig feststehen; auch das Thema darf wachsen und sich entwickeln. Vielleicht wird sich erst im Lauf der Wochen und Monate herausstellen, in welche Richtung es bei dir geht. Das ist in Ordnung.

Beispielbild Anfangen zu Bloggen, Eva Dragosits, Texterin, Unternehmen querdenk, Wels

Ein grobes Thema solltest du allerdings festlegen und dich daran halten. Wenn ein Blog zu ungeordnet und beliebig ist, wissen die LeserInnen nie, was sie bei dir finden werden. Einmal ein Rezept, dann eine Bergtour, dann Tipps für Führungskräfte – das bringt die LeserInnen durcheinander.

Mein Tipp: Immer beliebt ist das Blog-Thema „Lifestyle“. Das ist schön umfassend, du kannst hier unterschiedliche Inhalte unterbringen: Mode, Rezepte, Restaurants, Wanderungen, Inneneinrichtung, Kosmetik, Wellness und vieles mehr.

Also: Versuche, deinem Blog ein klares Thema zu geben!

Tipp 3: Gib deinem Blog einen Namen, der zum Thema passt!

Eines vorneweg: Falls du mit deinem Blognamen nicht glücklich bist, kannst du ihn im Nachhinein ändern. Es ist aber einfacher, wenn du von Anfang an einen Namen wählst, der zum Blog passt!

Ich werde in einem eigenen Beitrag darüber schreiben, wie du einen Namen für deinen Blog finden kannst. An dieser Stelle lege ich dir nur Folgendes ans Herz:

  • Es lohnt sich, zu brainstormen, FreundInnen zu fragen, frei herumzuspinnen! Input von außen ist ungemein hilfreich. Du solltest aber aufpassen, dass du dir von anderen nicht zu viel hineinreden lässt. Lass dir Zeit mit der Namensfindung, schlaf über deine Ideen, horche auf dein Bauchgefühl. Du musst dich mit deinem Blog-Namen wohl fühlen.
  • Der Name sollte zum Thema passen. Wenn ein Blog zum Beispiel „Marias Bergtouren“ heißt, wäre es nicht stimmig, wenn Maria plötzlich über ihre Tauchgänge in Kroatien oder ihre selbst gehäkelten Kuscheltiere schreibt.
    Über ihre Lieblingsgerichte auf Berghütten könnte sie aber schreiben. Das wäre nah genug dran am Thema „Bergtouren“.
  • Es ist besser, wenn du dir eine große Auswahl an Namen überlegst: Es gibt unzählige Blogs und Unternehmen, und viele Namen sind bereits vergeben; leider oft die guten! Wenn dir also ein Name einfällt, überprüfst du am besten im Internet, ob es ihn schon irgendwo gibt. Falls ja, könntest du Probleme mit dem Urheberrecht bekommen – lass besser die Finger davon.
  • Du hast einen Namen gefunden? Glückwunsch! Jetzt kommt noch etwas: Du musst überprüfen, ob die Domain verfügbar ist. „Domain“ heißt, dass dein Blog eine Internet-Adresse bekommt, die genauso heißt wie dein Blog.
    Die Überprüfung machst du bei einem Domain-Check: Jeder Internet-Provider, also jede Firma, die Webserver zur Verfügung stellt, hat einen Domain Check. Du suchst dir also bei Google jemanden, der einen Domain Check anbietet, und gibst deine Namens-Idee ein. Wenn deine Wunsch-Domain vergeben ist, musst du leider zurück an den Start und einen anderen Namen suchen.

Also: Überlege dir gut, wie dein Blog heißen soll – der Name des Blogs wird dich noch lange begleiten!

Tipp 4: Setze dir einen realistischen Zeitplan

Bevor du startest, solltest du dir Gedanken darüber machen, wie viel Zeit du realistisch in deinen Blog stecken möchtest und kannst.

Ich lese immer wieder, dass man anfangs 2-3 Blogbeiträge pro Woche schreiben soll, um schnell bekannt zu werden. Oder sogar in den ersten Monaten jeden Tag einen Blogartikel veröffentlicht. Wenn das jemand schafft, dann Hut ab.

Ich könnte das nie – und ich empfehle es nicht. Da gibt man sich selbst ein unglaubliches Tempo vor und setzt sich selber unter Druck. Es braucht Zeit, um einen Blogartikel zu schreiben; vor allem, wenn du dafür recherchieren musst, oder backen, kochen, handarbeiten, wandern, fotografieren!

Meiner Meinung nach ist es besser, wenn du dir für deinen Blog Regelmäßigkeit vornimmst. Und zwar so, dass du deinen Zeitplan auch einhalten kannst. Lieber schreibst du verlässlich einen guten Blogbeitrag im Monat als wöchentlich drei schlechte.

Anfangen zu Bloggen, Beispielbild; Bild von Unsplash, Jess Bailey

Ich habe in meinen über sieben Jahren als Bloggerin oft erlebt, dass wie aus dem Nichts heraus unglaublich tolle Blogs auftauchten, die fast täglich perfekte Blogartikel lieferten. Von einer Qualität, dass ich nur so staunte. Ich habe ich mich dann gefragt, wie so ein grandioser Auftritt überhaupt möglich ist.

Etwa drei bis sechs Monate später waren viele dieser Blogs wieder weg. Vielleicht waren die BloggerInnen ausgebrannt, vielleicht hatten sie zu hohe Erwartungen, vielleicht hatten sie keine Ideen mehr oder es machte ihnen keinen Spaß mehr – ich weiß es nicht. Sie sind einfach verschwunden.

Was ich ebenfalls häufig sehe, sind Unternehmens-Blogs, die nicht regelmäßig gefüllt werden. Aus den Daten sieht man, dass mit Elan gestartet wurde; zum Beispiel mit drei Beiträgen in den ersten drei Monaten. Dann kommt vielleicht neun Monate später ein weiterer Beitrag, und dann jahrelang nichts mehr.

Glaub mir, es wirkt nicht gut, wenn auf einer Unternehmens-Webseite der letzte Blogbeitrag zwei Jahre alt ist. Da merken die LeserInnen, dass der Blog nicht gewartet wird. Wenn niemand im Unternehmen Zeit und Interesse hat, sich regelmäßig um den Blog zu kümmern, ist es besser, gar nicht damit anzufangen.

Also: Bleib bei deinen Plänen auf dem Boden!

Tipp 5: Du brauchst eine Blog-Plattform.

Die Technik ist nicht so meins. Ich bin keine Expertin, nur Anwenderin. Ich mache das, was andere mir sagen. Deshalb bin ich bei WordPress gelandet – weil es mir von meinem Umfeld empfohlen wurde.

Für mich gibt es mehrere Gründe, warum ich mit WordPress zufrieden bin:

  • WordPress ist seit vielen Jahren auf dem Markt und wird oft verwendet. Deshalb gehe ich davon aus, dass es noch länger auf dem Markt sein wird und nicht plötzlich wieder verschwinden wird.
  • Bei WordPress kannst du relativ einfach zu bloggen beginnen: Du suchst dir ein Blog-Theme aus, fügst deine Inhalte ein und legst los. Dein Blog wird von WordPress gehostet, du musst dich also nicht um einen eigenen Server kümmern.
    Dein Blog hat in diesem Fall die Adresse xxxxx.wordpress.com. Das sieht wohl für digitale Experten nicht so toll aus, habe ich mir sagen lassen. Ich finde aber, dass es für den Anfang reicht! Wenn du erst deinen Blog gut im Griff hast und professioneller auftreten willst, kannst du ja jederzeit nachbessern und zu einem eigenen Server übersiedeln.
  • Wenn du später zu einem eigenen Server wechseln willst und deine Website selber hosten willst, scheint das mit WordPress eher einfach zu sein. Von solchen großen Veränderungen lasse ich aber lieber die Finger, da müssen Experten ran.
  • Wie schon erwähnt: Bei WordPress kannst du dir unkompliziert ein „Theme“ aussuchen, ein Blogdesign. WordPress hat eine große Auswahl davon. Es gibt jede Menge tolle kostenlose Themes, natürlich auch kostenpflichtige Themes.
    Du kannst dir bei den meisten Themes Beispiele und/oder Demos ansehen. So bekommst du ein Gefühl dafür, was sich mit diesem Theme alles machen lässt und wie es „in echt“ aussieht. Im nächsten Tipp findest du mehr zum Theme.

Also: Hol dir Informationen über verschiedene Blog-Plattformen, vielleicht auch Empfehlungen – und frag andere, was sie an ihren Plattformen mögen und was nicht!

Tipp 6: Du brauchst ein Blog-Theme, ein Blogdesign

Wie schon beim Namen gilt auch beim Theme: Du kannst es im Nachhinein ändern; du bist also nicht auf alle Zeiten daran gebunden.

Wenn du dein Theme aussuchst, solltest du ungefähr wissen, wie du dir deinen Blog vorstellst. Willst du zum Beispiel eine Seitenleiste haben? Soll die rechts oder links sein? Willst du Bilder in der Seitenleiste zeigen? Möchtest du einen Footer haben, eine Fußleiste? Soll dein Blog hauptsächlich Text enthalten oder vor allem Bilder zeigen? Möchtest du einen verspielten Look oder einen minimalistischen?

Je klarer deine Vorstellungen sind, desto besser. Es lohnt sich, wenn du durch viele Blogs stöberst und dir herauspickst, was dir gefällt und was du für einen eigenen Blog haben willst.

Screenshot Blog www.ichmussbacken.com, neues Webdesign ab Mai 2019
So sieht das aktuelle Design von ichmussbacken.com aus: Das Theme ist Foodica; ein Webdesigner hat es an meine Vorstellungen angepasst.

Übrigens: Die meisten Designs lassen sich an die eigenen Vorstellungen anpassen. Das kann notwendig sein, wenn du zum Beispiel ein Corporate Design, bestimmte Farben oder Schriften berücksichtigen willst. Solche Eingriffe in das Design sind heikel – ich überlasse sie den Profis.

Also: Schau dir andere Blogs an und überlege, was dir gefällt und was nicht. Halte deine Vorlieben und Wünsche schriftlich fest – das wird später dir oder deinem Webdesigner/deiner Webdesignerin weiterhelfen!

Tipp 7: Diese Seiten sollte dein Blog haben

Du musst dir überlegen, wie der Menüaufbau deines Blogs sein soll. Generell gilt, dass du nicht zu viele Punkte in der Menüleiste haben solltest. Sonst wird sie unübersichtlich.

Folgende Seiten reichen für den Anfang:

  • Blog:
    Hier pflegst du deine Beiträge ein.
  • Über mich:
    Du erzählst deinen LeserInnen, was sie bei dir finden.
  • Kontakt:
    Du sagst deinen LeserInnen, wie sie dich erreichen können; zum Beispiel über E-Mail. Diese Information ist wichtig. Es kann ja sein, dass ein Unternehmen eine Kooperation mit dir haben möchte, oder dass die Presse auf dich zukommen möchte.
  • Impressum:
    Dein Blog muss ein Impressum haben. Soweit ich weiß, gehören mindestens folgende Infos in das Impressum: Dein voller Name, deine Anschrift, deine Telefonnummer, deine E-Mail-Adresse, und die UID-Nummer, falls du eine hast.
    Je nach Art deines Blogs gelten dafür unterschiedliche Regeln. Hier kannst du mehr über die Anforderungen an das Impressum in Deutschland herausfinden: https://www.checkdomain.de/blog/bloggen/fortgeschrittene/das-impressum/; hier geht es zu den Anforderungen an das Impressum in Österreich, https://bloghandbuch.gpa-djp.at/index.php/Impressum.
  • Datenschutzerklärung:
    Du brauchst eine Datenschutzerklärung, die für dein Land gültig ist. Mehr dazu im nächsten Tipp.

Also: Mach dir Gedanken über deine Menü-Punkte!

Tipp 8: Du brauchst ein Cookie-Banner und eine Datenschutz-Erklärung

Jetzt kommen wir zum Rechtlichen. Achtung: Ich bin keine Juristin. Die Tipps sind Laienwissen und beruhen rein auf meinen Erfahrungen!

Also: Cookie-Banner und Datenschutz-Erklärung müssen sein. Seit einigen Jahren wird verstärkt Wert darauf gelegt, dass der Datenschutz eingehalten wird.

Ich habe allerdings den Eindruck, dass sich momentan kaum jemand wirklich damit auskennt – es gibt keine klaren, juristisch eindeutigen Richtlinien. Glaub mir, ich würde wirklich gerne Datenschutz-konform arbeiten. Ich habe aber noch niemanden getroffen, der mir genau sagen kann, was in die Datenschutz-Erklärung gehört, wie ich die DSGVO-Regeln einhalte und wie das Cookie-Banner aussehen muss. Ich habe wirklich viele Leute gefragt, habe Webdesigner und Webtechniker genervt, sogar ein Seminar bei einem Anwalt besucht – niemand will oder kann eindeutige Aussagen liefern. Das Thema ist heikel und anscheinend auch bei Anwälten umstritten. Auf Blogheim.at findest du dazu einen Artikel von mir, Zum EUGH Urteil über Datenerhebung auf Websites.

Ich habe meine beiden Blogs so datenschutzkonform wie möglich gemacht. Auf ichmussbacken.com habe ich das Borlabs-Cookie installieren lassen. Die Installation ist so kompliziert und komplex, dass ich sie einem Webtechniker überlassen musste. Selber hätte ich das nie hinbekommen.

Im Internet finden sich einige Vorlagen für Datenschutzverordnungen. Für Deutschland ist der Datenschutz-Generator von e24 Recht ein guter Tipp, https://www.e-recht24.de/muster-datenschutzerklaerung.html. Für Österreich habe ich diesen Generator gefunden: https://www.adsimple.at/datenschutz-generator/?gclid=CjwKCAjwq_D7BRADEiwAVMDdHqT3NoY44mPw-eIPRURhkVAOip8IRi4dggVftAKUGyVmLTxhP52BDxoCX-sQAvD_BwE. Wie gesagt bin ich keine Juristin. Ich gebe diese Info weiter, habe selber aber keinen der beiden Generatoren benutzt. Ich habe mich an die Informationen aus einem Seminar zur DSGVO gehalten.

So leid es mir tut, durch diese komplizierten Informationen musst du dich durchkämpfen.

Also: Versuche, die Anforderungen an Cookie-Banner und DSGVO es so gut wie möglich zu erfüllen!

Tipp 9: Achte auf die Bildrechte!

Bilder sagen oft mehr als Worte. Gerade bei Blogs sind sie wichtig: Sie lockern den Text auf, und sie können den Inhalt eines Texts unterstreichen. Foodblogs zum Beispiel wirken hauptsächlich durch schöne Bilder von leckerem Essen. Texte und Rezepte werden da oft zur Nebensache!

Wenn du Bilder auf deinen Blog stellst, musst du unbedingt die Bildrechte dafür haben. Das ist immer dann der Fall, wenn du die Bilder selbst gemacht hast: Du besitzt dann automatisch das Urheberrecht dafür. Niemand darf ohne dein Einverständnis ein Bild verwenden, das du gemacht hast.

Unproblematisch ist es meistens auch, wenn deine Freundin, dein Papa, deine Tochter die Bilder geschossen hat und dir erlaubt, die Bilder zu verwenden. Ich empfehle trotzdem, dass du sicherheitshalber um die Erlaubnis bittest. Die Urheber des Bildes, also die Fotografen, solltest du auch direkt beim Bild mit Namen nennen, beispielsweise mit „Fotocredits xy“ oder „© xy“.

Wenn du keine eigenen Bilder hast, kannst du dir Bilder von Stock-Plattformen holen. Ich mag Unsplash und Pixabay. Dort kannst du dir kostenlos Bilder herunterladen. Es gibt auch Plattformen, bei denen du dir Bilder kaufen kannst, zum Beispiel Fotolia und 123rf.

Ein wichtiger Punkt: Falls du in deinen Bildern Menschen zeigst, musst du sie fragen, ob sie damit einverstanden sind, dass du diese Bilder öffentlich zeigst. Wenn nicht, darfst du die Bilder nicht verwenden.

Das gilt auch auch dann, wenn jemand Jahre nach der Veröffentlichung seine Meinung ändert und die Erlaubnis zurückzieht. Ich habe erlebt, dass eine Unternehmerin professionelle Bilderserien für ihr Unternehmen machen ließ, mit Bekannten und Freundinnen als Models. Eine der Teilnehmerinnen zog hinterher ihr Einverständnis zurück, weil sie sich auf den Bildern nicht gefiel. Damit war eine ganze Serie an Fotos unbrauchbar geworden.

Also: Stell sicher, dass du die Bildrechte hast!

Tipp 10: Nice to have

Folgende Dinge sind toll, für den Anfang aber nicht unbedingt nötig:

  • Logo:
    Super, wenn du schon eines hast! Wenn nicht, bloggst du eben ohne Logo. Das ist in Ordnung; vor allem, wenn du im Hobby-Bereich unterwegs bist!
  • Kategorien und Tags:
    Beides hilft dir, deine Blogartikel zu ordnen. Du ordnest jeden Beitrag einer Kategorie zu und versiehst ihn mit Tags.
    Die Kategorien richtest du direkt auf dem Blog ein; das sind quasi die Kapitel deines Blogs. Bei meinem Backblog habe ich zum Beispiel die Kategorien „Kuchen & Torten“, „Cookies & Kekse“, „Süße Kleinigkeiten“. Wenn die LeserInnen die entsprechende Kategorie öffnen, sehen sie weitere Rezepte aus dieser Kategorie.
    Tags sind wie Etiketten. Du gibst jedem Beitrag passende Tags und schaffst damit ein weiteres Ordnungssystem. Beim Backblog habe ich zum Beispiel „einfach“, „Weihnachten“, „für viele Gäste“. Wenn die LeserInnen diese Tags anklicken, dann sehen sie weitere Beiträge mit demselben Tag – also die einfachen Kuchen oder das Weihnachtsgebäck.
    Es kann dauern, bis du dir klar darüber bist, wie du deine Beiträge ordnen willst. Lass dir ruhig Zeit; du kannst das auch nach einigen Wochen oder Monaten noch einrichten. Ich selber bin mir hier auf dem querdenk-Blog übrigens auch nicht sicher, wie ich die Beiträge ordnen werde. Das werde ich in den nächsten Wochen anpacken.
  • Yoast:
    Yoast ist ein WordPress-Analyse-Tool. Es hilft dir dabei, internet-taugliche Texte zu schreiben: Yoast sagt dir, wie gut dein Beitrag für Suchmaschinen (wie zum Beispiel Google) optimiert ist, was bereits passt und was du verbessern könntest. Sehr hilfreich!
  • Social Media:
    Dein Blog soll ja gefunden werden – und dabei sind Social Media Kanäle wie Facebook, Instagram, Pinterest, Youtube eine große Hilfe! Du kannst dort deine Blogbeiträge vorstellen; so wissen die LeserInnen, dass es auf deinem Blog etwas Neues gibt.
Screenshot Facebook-Seite von ichmussbacken.com, Eva Dragosits, 25.10.20
Hier siehst du die Facebook-Seite von ichmussbacken.com, am 25.10.20
  • Social Media Kanäle sind aus meiner Sicht für den Anfang nicht zwingend nötig. Da ist mit dem Blog selber genug zu lernen und zu erledigen, und wenn du zusätzlich Social Media Kanäle bedienen willst, kann das schnell überfordern. Lass dir lieber Zeit! Mache dich erst mit dem Bloggen vertraut und nimm nach und nach Social Media dazu.
Screenshot Instagram-Account von ichmussbacken.com, Eva Dragosits, 25.10.20
Hier siehst du den Instagram-Account von ichmussbacken.com, so wie er auf dem PC gezeigt wird. SCreenshot vom 25.10.20.

Mehr dazu, wie ich Social Media nutze, findest du im Blogbeitrag So steigerst du die Reichweite deines Blogs. Dort sind auch meine Vorschläge dazu, wie du die Reichweite steigern kannst.

Mein Fazit

„Done is better than perfect“ – dein Blog muss nicht von Anfang an perfekt sein! Er darf sich entwickeln und wachsen. Du darfst Fehler machen oder mal weniger gute Beiträge posten. Gerade am Anfang, wenn du wenige LeserInnen hast, kannst du dich ausprobieren. Es sehen ja nicht viele, was soll schon passieren? Also: Trau dich und fang einfach an – es lohnt sich!

Habe ich etwas vergessen? Willst du noch etwas wissen? Ich freue mich über deinen Kommentar!

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